Die Gasspeicher sind im Jahr 2026 in geringerem Ausmaß gefüllt als in den vergangenen Jahren.
Anfang 2026 lagen die Gasspeicherfüllstände so tief wie zuletzt im Winter 2022. Schon im November 2025 ging Deutschland mit einem vergleichsweise niedrigen Speicherfüllstand von rund 75 Prozent in die Heizperiode. Durch die moderaten Temperaturen im Dezember hat sich die Ausgangslage verbessert, zum Jahresbeginn 2026 war es jedoch kälter als in den vergangenen Jahren. Dadurch ist der Gasspeicherstand Deutschlands aktuell unter dem Füllstand der vergangenen beiden Jahre. Im Frühling ist der Speicherstand jährlich am niedrigsten.
Gasverbrauch abhängig von Jahreszeit und Temperatur
Der Gasverbrauch und damit auch der Füllstand der Gasspeicher ist von der Jahreszeit und den Temperaturen abhängig. Die Gasspeicher in Deutschland sind im Oktober und November am vollsten. Ist es kälter, steigt der Gasverbrauch für Heizung und Industrie, wodurch der Füllstand der Gasspeicher schneller sinkt.
Wie viel Gas Deutschland importiert
Aktuell importiert Deutschland täglich rund 3.000 Gigawattstunden Gas. Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine im im Jahr 2022 ist der Gasimport Deutschlands stark gesunken. Russland war davor einer der wichtigsten Gaslieferanten für Deutschland. Nun bezieht Deutschland sein Gas vor allem aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien.
Gaspreis steigt aktuell
Im Frühjahr 2026 stieg der Gaspreis für Neukundinnen und Neukunden infolge des Irankriegs auf über zehn Cent pro Kilowattstunde.
Zuvor erreichte der Gaspreis im September 2022 mit bis zu 40 Cent pro Kilowattstunde seinen Höhepunkt. Auslöser dafür war die Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine.
Kommt es zu einer Gasmangellage, wird zwischen nicht geschützten und geschützten Gaskunden unterschieden. Haushaltskunden zählen zu den geschützten Kunden. Unter anderem zählen auch Schulen, Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, Krankenhäuser, Arztpraxen, Notfalleinrichtungen, die Polizei und die öffentliche Verwaltung zu den geschützten Gaskunden. Im Falle einer Gasmangellage sollen geschützte Verbraucher auf den „Komfort“Anteil ihres Gasbezugs verzichten, ohne dass durch Entscheidungen der Bundesnetzagentur der lebenswichtige Gasbedarf eingeschränkt wird. Bei den nicht geschützten Kunden dürfte der Anteil des lebenswichtigen Bedarfs im Allgemeinen geringer sein als im Bereich der geschützten Kunden.
Deutschland importiert pro Tag rund 3.000 Gigawattstunden Gas. Norwegen, Belgien und die Niederlanden sind die wichtigsten Gaslieferanten für Deutschland.
Bundesnetzagentur: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Gasversorgung/aktuelle_gasversorgung/_svg/Gasimporte/Gasimporte.html
Bundesnetzagentur: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Gasversorgung/Krisenvorbereitung/Download/geschueKunden.pdf
Verivox: https://www.verivox.de/gas/gaspreise/
