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Gute Farbpaletten in 23°

Best Practices für Medien, Behörden und Berater:innen – CI-sicher, barrierearm, embed-tauglich.

Published at May 6, 2026
Gute Farbpaletten in 23°: So findest und baust du Farben, die wirklich funktionieren

Farben sind in Datenvisualisierungen nie „Deko“. Sie steuern Aufmerksamkeit, erzeugen Bedeutung – und können (im schlechtesten Fall) Inhalte verfälschen oder unlesbar machen. Eine gute Farbpalette sorgt dafür, dass eure Charts in 23° schnell verständlich sind, auf Websites sauber wirken, auch als Bildexport funktionieren und im Team konsistent bleiben.

Der folgende Leitfaden ist bewusst praktisch: erst die Anforderungen, dann schnelle Wege zu einer funktionierenden Palette, dann ein Rezept, wie ihr eure CI in 23° als Template-Palette operationalisiert.

Testen, bevor ihr veröffentlicht (3 Checks, die euch Ärger sparen)

Check 1: Kontrast (für Lesbarkeit & Barrierearmut)

Für Text gibt es etablierte Richtwerte (z. B. 4.5:1 für normale Schrift bei WCAG AA).

Für Behörden ist das besonders wichtig, weil Barrierefreiheit oft regulatorisch mitgedacht werden muss (z. B. im Kontext von BITV/EN 301 549).

Check 2: Farbsehschwächen & „zu ähnlich“

Testet, ob Farben sich auch bei verschiedenen Formen von Farbsehschwäche unterscheiden lassen. Tools wie Viz Palette sind genau für solche Checks gemacht.

Check 3: Export-/Embed-Realität

In 23° könnt ihr interaktiv einbetten (Embed/Iframe) und statisch als Bild exportieren. Nutzt das als Qualitätssicherung:

  • Sieht die Grafik im Embed auf hellem Website-Hintergrund gut aus?
  • Bleibt sie als statischer Export (z. B. für PDF/Presse) lesbar?
So setzt ihr das in 23° sauber auf (und macht es teamfähig)

Empfohlenes Setup:

  1. Template „Standard Charts“ (Kategorien + Akzent + Neutralfarben)
  2. Template „Standard Maps/Skalen“ (sequentiell/divergierend)
  3. Benennungsregeln:
  4. Sharing & Rechte:
  • „Akzent“ heißt immer Akzent
  • „Neutral 1/2/3“ für Grautöne
  • „Kategorie 1–8“ (damit Teams gleich sprechen können)
  • Templates an alle Creator:innen

Grafiken im Review teilen, Mitbearbeitungsrechte gezielt vergeben (Owner/Editor/Reviewer)

So bleibt die CI stabil, auch wenn viele Personen beitragen – und eure Grafiken sind schnell „publish-ready“.

Zielgruppen-Perspektiven: Was ist besonders wichtig?

Medien:

  • wenige, klare Farben; Akzentfarbe für „die Schlagzeile“
  • hoher Kontrast (auch mobil)
  • Embed zuerst testen, Bildexport als Backup
  • Kontrast & Barrierearmut priorisieren
  • neutrale Farbsemantik (keine „Ampel“ ohne Begründung)
  • Standard-Templates verpflichtend nutzen
  • Template-Bibliothek je Kunde/CI
  • konsistente Akzentlogik (Highlight = immer gleich)
  • schnelle Reproduzierbarkeit über Projekte hinweg

Behörden:

Berater:innen:

Copy-&-Paste-Checkliste: „Palette ready?“
  • Farben heben sich klar vom Hintergrund ab
  • Kategorien sind auch in kleinen Elementen unterscheidbar
  • Rot/Grün-Konflikte vermieden, farbsehschwäche-tauglich getestet
  • Akzentfarbe nur für Highlights reserviert
  • Skalen (sequenziell/divergierend) passend zum Datentyp gewählt
  • Embed und Bildexport geprüft (Real-World-Output)